Die Stürmer beim Eishockey

Stürmen, so einfach aufs gegnerische Tor…. Ganz so einfach ist es nicht. Es sollte das Abseits eingehalten werden, also zuerst der Puck ins Angriffsdrittel, dann die Spieler. Dann muss ein Angriff eher schnell ausgeführt werden, weil eben die generischen Verteidiger rückwärts laufen und das Vorwärtslaufen einfach schneller ist.

Doch wie läuft so ein perfekter Angriff?
Als Außenstürmer sollst Du die Position halten und Dich trotzdem frei laufen. Also musst Du als Außenstürmer sehr wendig sein. Dies erfordert viel Übung und Disziplin. Dann kann es richtig schnell gehen. Die Stürmer laufen vorwärts und bekommen den Pass in den Lauf. Mit dieser Geschwindigkeit sind die Stürmer immer schneller als die gegnerischen Verteidiger und können diese einfach überlaufen.

Also Pass auf den Stürmer, der nimmt den Puck an, fährt um die Verteidiger und schießt. Das hört sich so einfach an. Doch Passen, Puckannahme und Schußtechnik ist gar nicht so einfach. Man muss in Bewegung sein, den Kopf oben haben, um das Spiel zu lesen, darf keine Angst vor einem Körperkontakt mit den Verteidigern haben – auch wenn wir praktisch körperlos spielen – und muss aus jeder Position gut treffen.

Eishockey auf dem Schliersee im Winter 2017/2018 Foto: Petra Rossteuscher

Das Spiel im gegnerischen Drittel

Richtig interessant wird es, wenn man sich als angreifendes Team im gegnerischen Drittel festgesetzt hat. Dann kann man den Puck laufen lassen und im richtigen Moment vor’s Tor spielen oder selber Schießen. Und auch hier gilt: der schnellste Spieler ist der Puck. Also perfekt passen, im richtigen Moment, durch geschicktes Positionsspiel das Tor „vergrößern“ und dann schießen und den Abpraller verwerten.

Das Besondere beim Eishockey

Weil der Sport schon sehr schnell ist und der Puck über die Bande gespielt werden kann und es daher schon kaum Unterbrechungen gibt, kann man zusätzlich noch hinter dem Tor weiterspielen. Also im Rücken der Abwehr.
Das ist natürlich phantastisch. Die gegnerischen Verteidiger müssen sich umdrehen- also vom eigene Tor zum anderen Tor schau’n, die eigenen Verteidiger haben den kompletten Spielverlauf im Blick und jetzt kann im richtigen Augenblick der finale Pass kommen.

Bild: Pixabay: Bauerntrick vom angreifenden Stürmer, der Torwart hat aufgepasst

Wie fallen nun die Tore?

Erstaunlicherweise fallen die Tore in höheren Klassen oft durch Abpraller. Die Spieler haben mittlerweile ein sehr hohe Disziplin und decken perfekt die Gegner bzw. den Raum. Doch der nach Vorne oder zur Seite prallende Puck wird von den Verteidigern manchmal nicht mehr gesehen und diesen kurze Moment gilt es zu nutzen.

Andererseits gibt es fast in jedem Spiel die Situation, dass ein Stürmer allein auf den Torwart zu fährt. Und auch hier stehen die Chancen für den Torwart gar nicht so schlecht.

Foto: Pixelio.de O. Fischer

Karl Friesen (ehem. Deutscher Nationaltorwart) im Tor vom Sportbund Rosenheim hat z. B. bei schnell anlaufenden Stürmern, wie dem „Schorsch“ Franz den Winkel verkürzt und ist dem Stürmer ganz leicht entgegen gefahren. Der Stürmer musste dann den Torwart blitzschnell umkurven und war meist so schnell, dass er nach der Kurve schon am Tor vorbei war.

Weitere Übungen folgen in Kürze