Der Mittelstürmer im Eishockey


Das ist wohl immer die zentrale Figur eines Blocks. Er macht das Bully, er bietet sich beim Spielaufbau an und verteilt den Puck auf die/den Außenstürmer, oder läuft selber Richtung mit Scheibe auf das gegnerisches Tor.

Foto: Pixelio.de Jörn

Ein Mittelstürmer braucht also sehr viel Überblick, muss an der Scheibe sehr sicher sein, muss gut passen können und es schadet nicht, wenn der Stürmer auch noch gut schießen kann.

Ich erinnere mich an ein Training im Dezember 1987 beim SBR in Rosenheim (heute Starbulls Rosenheim). Dort war Karl Friesen im Tor und beim Training hat ein mir unbekannter Spieler mitgespielt- schon älter und mit auffälliger Nase. Er hatte den Puck, kurzer Blick nach recht, kurzer Blick nach links, beide Außenstürmer waren schlechter postiert als er selbst und dann hat er selber mit einem Handgelenkschuß direkt ins Kreuzeck getroffen. Und gleich mehrfach. Und das gegen den Nationaltorhüter Karl Friesen.

Zwei Tage später hat sich das Geheimnis gelüftet. Es war Jaroslav Pouzar der tschechische Nationalstürmer, der nach dem Ausscheiden seines Vereins EC Iserlohn in der Deutschen Bundesliga schnell mal nach Edmonton flog und dort mit Wayne Gretzky in einer Reihe den Stanley Cup 1984 und 1985 gewonnen hatte. Im Winter 1987 meldet Iserlohn Konkurs an und so wechselte Jarioslav Pouar nach Rosenheim und hat gleich mit trainiert – ohne dass es schon im OVB (Regionalzeitung Rosenheim) stand.

Ein guter Mittelstürmer deckt auch den gegnerischen Mittelstürmer, hilft vor dem Tor beim Verteidigen und muss viel taktisches Verständnis aufbringen. Auch muss er bedingt durch seine vielfältigen Aufgaben perfekt rückwärts Schlittschuhlaufen können.

Weitere Übungen hierzu folgen in Kürze.